Anden, Regenwald und zurück

Veröffentlicht am 7. März 2026 um 02:01

Ende November hat mich meine Familie in Ecuador besucht. Ich hänge also etwas mit den Blogposts hinterher, deshalb jetzt wieder ein Update :) 

Ungefähr 3,5 Monate nach einem traurigen Abschied von meiner Familie in Deutschland waren wir in Ecuador wieder für 2 Wochen vereint. 

Gestartet hat die Reise in Quito, die in den Anden gelegene Hauptstadt Ecuadors. Hier konnten viele tolle Aussichtspunkte erkundet werden. Wir waren unter anderem in der Basilica, wurden von Straßenhunden verfolgt und meine Familie wurde in die ecuadorianische Küche eingeführt. Sehr überzeugen konnte diese leider nicht (wie vorherzusehen). Mit meinem Bruder konnte abends auch in die Clubkultur eingetaucht werden. Dabei war interessant zu sehen, dass an einem Samstagabend die Innenstadt fast menschenleer war und wirklich nur das Partyviertel belebt war. Im Club konnte dann Reggaeton getanzt werden, ein sehr körperbetonter Tanz, der auch zu meinen ersten Kulturschocks gezählt hat.

Lustigerweise war in unserem Hostel genau an diesem Tag auch ein Technofestival, was nach dem anstrengenden Flug für meine Eltern eher suboptimal war. Mein Bruder und ich konnten jedoch auch hier noch etwas feiern. 

Dann ging es weiter südwärts, um die Lagune Quilotoa zu besuchen. Nachdem der Nebel etwas weggezogen ist, hatte man hier einen ausgezeichneten Blick auf das türkisblaue Wasser im Vulkankrater. Am nächsten Tag wurde dann der Cotopaxi, einer von Ecuadors höchsten Bergen, besucht. Wir sind auf ca. 4800 m Höhe gewandert, wo die Lungen doch ganz schön arbeiten mussten. Unser 65 jähriger Führer und gleichzeitiger Gastgeber hat die Wanderung jedoch mit Leichtigkeit bewältigt. Aufgrund der Ausstattung des Zimmers wurde seine Unterkunft jedoch liebevoll als "Die Gruft" getauft. 

Unser nächster Stopp war dann Baños. Der Ort liegt am Rande des Regenwaldes und ist für Outdooraktivitäten wie Rafting und Canyoning bekannt. Das haben mein Bruder und ich gleich ausprobiert. Außerdem konnten wir einen riesigen Wasserfall bestaunen und ein von unserem deutschsprachigen Gastgeber geschlachtetes Meerschweinchen probieren. Das ist ein traditionelles Gericht in Ecuador und war sehr lecker. 

In der Nähe von Puyo haben wir dann noch eine Tour durch den Regenwald gemacht. Inkludiert war eine Kanufahrt, eine Übernachtung in einer Holzhütte und die Besichtigung indigener Dörfer. In einem Dorf konnten wir sogar ein im Dorf lebendes Capybara streicheln. Außerdem konnte ich auf einer Riesenschaukel den Ausblick auf den Amazonas genießen. 

Schließlich sind wir in Cuenca angekommen, wo ich meiner Familie mein derzeitiges Leben zeigen konnte. Sie haben mich auf meine Arbeit begleitet, meine Freunde kennengelernt und unser Haus am Stadtrand gesehen. Mit einer Stadtführung, der Besichtigung der Kathedrale und einem Besuch in der deutschen Bar, konnte auch die Altstadt besucht werden. Cuenca hat natürlich alle mit seiner schönen Architektur begeistert. Außerdem haben wir auch die Feria Libre, einer von Cuencas größten Märkten, besucht. Hier gibt es so gut wie alles: Obst, Gemüse, lebende Tiere, Schmuck, Blumen, Mittagessen und auch Kleidung. 

Mich hat es sehr gefreut, meiner Familie mein derzeitiges Leben zeigen zu können. Insgesamt war es also ein sehr schöner Urlaub mit vielen tollen Erlebnissen!

Bis zum nächsten Mal! :)

 

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.